Zuerst einmal geht es um die Frage > Was ist Resonanz und warum ist sie so interessant für Musiker? <
Resonanz bedeutet Mitschwingen. Wenn ein Musiker musiziert, kann er den Zuhörer und andere Musiker zum Mitschwingen bringen. Dafür gilt eine einfache Regel:
Je müheloser die Bewegung, desto resonanzreicher der Klang.
DENN
Je weniger Verspannung im Körper herrscht, desto mehr kann der Musiker mit dem Klang mitschwingen und Resonanz erzeugen.
 
Das Schöne dabei ist: Wenn der Zuhörer mitschwingt, richtet sich die Schwingung wieder zurück an den Musiker. Resonanz kann sich potenzieren. Ein tolles Erlebnis in einem Konzert für beide Seiten! Stellen wir uns einmal vor, was passiert, wenn sich Resonanz in einem kleinen Ensemble oder Orchester ausbreitet!
Auf der nächsten Seite geht es um einige Musiker-Themen aus der Sichtweise der Resonanzlehre
WAHRNEHMUNG  I  ÜBEN  I  NERVÖSITÄT  I  SPANNUNG LÖSEN
WAHRNEHMUNG ÖFFNEN
Um mit dem Klang in Schwingung zu kommen, ist es von Vorteil, alle klangrelevanten Elemente wahrzunehmen. In der Resonanzlehre beschäftigen wir uns mit dem Raum, dem Klang, den Körpern, die mitschwingen (Körper des Musikers und des Instruments) und dem Einfluss von körperlichen Veränderungen auf den Klang.
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WIE KANN DAS ÜBEN OPTIMIERT WERDEN ?
Mit einer Erweiterung der Wahrnehmung von Klang und Körper kann sich auch der Blick auf das Üben ändern. Wir schauen gemeinsam, wie schwierige Passagen leicht zu managen sind und wie sich neue Stücke schneller verinnerlichen lassen. Je mehr ich beim Üben in Resonanz mit dem Klang und meiner Umgebung bin, desto effektiver gestaltet sich der Übeprozess und desto erfrischter und wacher bin ich während des Üben.
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LAMPENFIEBER LÖSEN
Die Art und Weise, wie geübt wird, ist ein wichtiger Schlüssel, um dem Lampenfieber zu begegnen. Spiele ich immer so, dass mein Körper frei ist und meine Sinne geöffnet sind, habe ich eine gute Basis, sodass Nervosität gar nicht erst auftritt.
In einer Resonanzlehre-Stunde können wir gemeinsam einzelne Momente eines Konzertes simulieren und angstfördernde Muster aufdecken und ändern.
Welche Rolle dabei die Muskulatur spielt, ist im nächsten Abschnitt zu lesen.
 
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VERSPANNUNGEN LÖSEN
REGENERATIV MUSIZIEREN
Muskuläre Verspannungen sind unangenhem und leidvoll. Sie behindern nicht nur den technischen Ablauf beim Musizieren, sondern fördern durch ihre Enge die Angst und lenken vom eigentlich Wichtigen ab: von der Musik und dem Klang.
Es ist möglich, eine Einheit mit dem Instrument und dem Körper zu bilden, die keine Schmerzen und körperlichen Schäden nach sich zieht. Der Weg dorthin geht über die Themen Balance, Wahrnehmung von Gewicht und den Boden.
Eine gelöste Muskulatur hat einen positiven Einfluss auf unsere Atmung und lässt uns mit dem Klang und dem Instrument mitschwingen. Der Körper kann flexibel über Spannung und Entspannung verfügen, um sie unterstützend für die Musik einzusetzen.
Neugierig, wie die Resonanzlehre funktioniert? Weiter gehts mit den Anwendungsprinzipien der Resonanzlehre
EIN KLEINER ÜBERBLICK ÜBER DIE WIRKUNGSWEISE, ANWENDUNG UND RESULTATE DER RESONANZLEHRE
Der Geiger Thomas Lange hat vor 25 Jahren die Resonanzlehre entwickelt, um einen Weg zu finden, das Musizieren regenerativer zu gestalten und einseitigen Belastungen vorzubeugen. Ausgangspunkt ist eine Körperarbeit, die ihre Inspiration aus anderen Methoden schöpft (Feldenkreis, Alexandertechnik, asiatische Kampfkünste).
Die Körperübungen der Resonanzlehre folgen allerdings einem einfachen physikalischen Prinzip:
> Jeder Körper lässt sich am leichtesten über seinen Schwerpunkt bewegen <
Dieses Balanceprinzip wird auf alle Teile des Körpers übertragen, so dass er zu einem balancierenden System wird. Die Muskulatur reagiert darauf mit Gelöstheit und kann flexibel über Sapnnung und Entspannung verfügen. Außerdem werden die Gelenke geöffnet und lassen den Körper beim Musizieren geschmeidig werden.
Auch die Ohren stehen in Wechselwirkung mit der Muskulatur. Die Ohren, als eines der wichtigsten Organ des Musikers, beheimaten das Balanceorgan. Sie stehen also in direkter Beziehung zum Bewegungsapparat. Je gelöster die Muskulatur ist, desto offener sind die Ohren und können mehr Klangspektrum aufnehmen. Je mehr Frequenzen der Musiker hören kann, desto reicher ist auch das Klangspektrum, welches er produziert.
Wir verwenden deshalb den Begriff > musikalische Muskulatur <
Da alle Bereiche des Körpers miteinander verbunden sind, ist es wichtig, die Verbindungspunkte (Gelenke) und –bahnen offen zu haben. So kann Gewicht gespürt und Gewicht balanciert werden. Am Ende kann der Musiker wach und gestärkt aus dem Üben und Musizieren hervorgehen.
Es gibt ein Set von Körperübungen, die dem Körper helfen, sich gelöster zu bewegen. Die Resonanzlehre wird aber auch direkt während des Musizierens angewendet. Ich gebe während einer Unterrichtseinheit Anweisungen, wie Bewegungen so ausgeführt werden können, dass sie resonanzfördernd sind oder wie das Instrument so gehalten werden kann, dass der Klang davon profitiert. Die erworbenen Kenntnisse können dann vom Musiker in den Übealltag integriert werden.
Zusammengefasst kann die Resonanzlehre folgende Wirkungen auf den Musiker haben:
  • Die Muskulatur des Musikers wird gelöster und reagibler. Sie kann über Kraft verfügen, ohne sich zu verkrampfen.
  • Einseitige Belastungen werden zu einer fließenden Ganzkörperaktion und wirken sich weiter auf die technischen Feinbewegungen eines Instrumentalisten sowie auf das Stimmorgan des Sängers aus.
  • Die Gelöstheit des Bewegungsapparats bewirkt auch eine Gelöstheit und Offenheit im Geist. Stress, Sorgen und Ängste können sich abbauen und in Produktivität und Souveränität umwandeln.
  • Es entwickelt sich eine permanente Resonanzbereitschaft zu Menschen und Handlungen, die unser Leben umgeben.
 
Mehr zur Körperarbeit
 
KÖRPERARBEIT NACH DEN PRINZIPIEN DER RESONANZLEHRE
BEWEGUNGSMASSAGE
Das Bewegtwerden ermöglicht der Muskulatur neue Bewegungsabläufe eingelesen zu bekommen. Entspannung und Öffnung in Muskeln und Gelenken lassen den Körper aufatmen und sich ausbalancieren.
Dazu ein Feedback einer Klientin:
"Erst empfand ich es als ungewöhnlich, dass mein Körper ohne mein Zutun von jemand anderem bewegt wird. Die Berührungen und Bewegungen wurden von der Mitte des jeweiligen Körperteils geführt. Bald habe ich gemerkt, dass dies meinem Körper erlaubt, sich zu entspannen, loszulassen und ihn von einer neuen Seite kennenzulernen. Es war, als würde eine körperliche Intelligenz neu erwachen. Mit jeder Bewegung, die von außen eingegeben wurde, atmete mein Körper tiefer. Ganz von allein. Diese neuen Wahrnehmungen konnte ich mit in meinen Alltag nehmen. Meine Art sich zu bewegen ist viel bewusster geworden und es fällt mir jetzt leichter, Muster aufzudecken, die mich sonst verspannt haben. Außerdem hat es großen Spaß gemacht, normale Dinge, wie auf dem Stuhl sitzen oder Laufen mit einem neuen Bewusstsein auszuprobieren! Ich freue mich auf neue Entdeckungen!"
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IN EIGENREGIE
Das Erlebte der Bewegungsmassage besprechen wir gemeinsam und integrieren es, in Form kleiner Übungen, in Alltagshandlungen. Je normaler eine ausbalancierte Bewegungsform ist, desto leichter ist es, in Resonanz zu kommen mit allem was wir tun.
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Räumlichkeit
Für die Körperarbeit kann ich einen hellen und geschützten Raum in der Glacisstraße, Dresden/Neustadt anbieten.
 
raum2
 
Informationen zu Einzelstunden, Workshops und Terminen gibt es auf der nächsten Seite
EINZELSTUNDE UND WORKSHOPS
In der Einzelstunde arbeiten wir gemeinsam anhand des mitgebrachten Materials des Musikers an der Veränderung der Bewegungsqualität - immer gekoppelt mit der Klangqualität. Es gibt Raum für eigene Themen des Musikers.
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Der Workshop bietet die Möglichkeit das Geschehen in der Einzelstunde als Zuhörer zu erleben und selbst auch aktiv zu sein. Daneben gibt es Raum für Körperarbeit.
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Die Induktion/Bewegungsmassage ist ein passives Erlernen der Bewegungsstruktur. Ich bewege den Körper des Klienten. Dieser bekommt ein Gefühl von Schwerpunkten und vom Körpereigengewicht, welches dann freigegeben werden kann. Dadurch können starke Schmerzen und Verspannungen gelöst werden.  
 
Nächste Workshop Termine :
_16./17. April 2016
Wochenendworkshop in der Hochschule für Musik, Dresden
Ort: Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber", Dresden
_Samstag, 30.April 2016
Workshop "Resonanzlehre für Bratschisten" - Dutch Viola Society
Ort: Amsterdam
_04. Juni 2016
Samstagskurs Resonanzlehre für Musiker
Ort: TENZA Schmiede, Pfotenhauer Straße 59, Dresden
mehr Infos hier
_18. Juni 2016
Studien Samstag "Resonanzlehre trifft Aikido"
Ort: Radebeul, Dresden
Um etwas über mich zu erfahren, bitte ein letztes mal runterscrollen!
 
STEFFI GRUNZEL I RESONANZLEHRERIN
Ich bin gebürtige Rostockerin. Nachdem ich 2010 mein Studium zur Flötistin in Dresden an der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" abgeschlossen habe, beschloss ich, mein Wissen über Musik, Klang und Pädagogik in der dreijährigen musikalischen Ausbildung zur Resonanzlehrerin beim Begründer Thomas Lange zu erweitern.
Seit Januar 2014 biete ich die Resonanzlehre in Dresden an. Ich arbeite in dieser Stadt als freischaffende Flötistin, Lehrerin und Performerin. Die Resonanzlehre durchzieht mit ihrer Fülle alle meine Schaffensbereiche.
 
 
Steffi Grunzel : +49 163 / 729 64 54
E-Mail : kontakt@resonanzlehre-dresden.de
Für einen direkten Kontakt, können Sie auch dieses Kontaktformular nutzen.
 

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